Einweihung einer Tafel am mittelalterlichen Ringwall bei Petkus

Bodendenkmale im Landkreis Teltow-Fläming


Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es mehr als 1.400 archäologische Fundstellen – sogenannte Bodendenkmale. Die meisten davon liegen im Boden verborgen und sind nicht zu erkennen. Eine erfreuliche Ausnahme bilden oberirdisch sichtbare Bodendenkmale wie Grabhügel der Bronzezeit, Burgwälle der Slawenzeit und Burganlagen des Mittelalters.

In den vergangenen Jahren wurden an mehreren mittelalterlichen Burganlagen Tafeln aufgestellt, um Einheimische wie Touristen auf diese Kulturdenkmale hinzuweisen. So entstanden Informationspunkte in Trebbin, Kleinbeuthen, Jüterbog und Liepe.

Die mittelalterliche Burganlage bei Petkus

Etwa 2,5 Kilometer südlich von Petkus liegt an einem Verbindungsweg nach Liepe eine Wall-Graben-Anlage. Den Mittelpunkt bildet ein ca. 40 Meter kreisrundes Plateau, welches von zwei Gräben umschlossen ist. Nur der innere Graben ist komplett erhalten, während der äußere Graben teilweise verfüllt ist. Zwischen den Gräben befindet sich ein markanter Wall.

Lange Zeit wusste man nicht, aus welcher Zeit die Burganlage stammt. Archäologische Funde der letzten Jahre belegen, dass es sich um den Rest einer mittelalterlichen Burganlage handelt, denn die aufgefundenen Keramikscherben datieren in das 13. bis 15. Jahrhundert. Jedoch weiß man bis heute nicht, welches Adelsgeschlecht die Burg hat erbauen lassen und wie viele Gebäude innerhalb der Umwallung standen. Oberirdisch sind keine Gebäude mehr erkennbar, aber die Wall-Graben-Anlagen, die der Verteidigung dienten, sind sehr gut erhalten.

Aufwertung und Erschließung des Bodendenkmals

Das Bodendenkmal am Vorwerk Lochow soll wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken. In Kooperation zwischen der Familie von Lochow, der das Gelände gehört, und der Unteren Denkmalschutzbehörde entstand die Idee, das Bodendenkmal in die touristische Wegestruktur einzubinden und erlebbar zu machen. Dafür wurden Schrift- und Bildquellen zur Geschichte der Burganlage zusammengetragen und eine Tafel gestaltet.

Mitarbeitende des Saatzuchtbetriebes und ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerinnen und -pfleger beräumten das Gelände von Bewuchs, so dass Besuchende das Bodendenkmal gut erkunden können. Allen Beteiligten sowie den Helferinnen und Helfern sei für ihr Engagement herzlich gedankt. Wer die Burganlage zu Fuß erkunden will, sollte festes Schuhwerk tragen, denn von dem geteerten Weg bis zum Ringwall sind es etwa 50 Meter und der Untergrund ist uneben.

Einladung zur Einweihung

Die Tafel wurde dankenswerterweise von der Familie von Lochow finanziert und wird am Mittwoch, dem 20. Mai 2026 um 13.30 Uhr im Rahmen eines Pressetermins eingeweiht.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Die Anfahrt erfolgt über die B115 in Petkus. Dort biegt man in südlicher Richtung ab und folgt der Schenkendorfer Straße. Nach etwa 2,5 Kilometern wird das Ziel erreicht.